BNPL lässt Kunden in Raten zahlen, während Händler sofort voll bezahlt werden. Wir vergleichen PayPal, Shopify, Stripe und Square — mit echten Gebühren, Auszahlungsgeschwindigkeiten und Empfehlungen für jeden Stack.
Pay Later ist automatisch in jedes PayPal-Händlerkonto integriert — kein zusätzliches Setup nötig. Mit über 400 Mio. Nutzern und Gebühren ab 1,9 % + 49 ¢ die einfachste und günstigste BNPL-Lösung für kleine Unternehmen, die bereits PayPal akzeptieren.
Shop Pay Installments (powered by Affirm) ist nativ in Shopify integriert und erreicht 1,72-fach höhere Checkout-Completion. Händler erhalten den vollen Betrag innerhalb 1–3 Tagen. 5–6 % Merchant Fee, aber starker messbarer Conversion-Lift.
Stripe bietet BNPL-Integrationen mit Affirm, Afterpay, Klarna und Zip über eine einzige API. Dynamische Zahlungsanzeigen zeigen automatisch die relevanteste BNPL-Option je nach Standort und Warenkorbwert. Maximale Flexibilität für technische Teams.
Buy Now, Pay Later (BNPL) hat sich vom Nischen-Feature zum Standardwerkzeug im modernen Checkout entwickelt. Das Prinzip ist einfach: Kunden zahlen in Raten — der Händler erhält den vollen Betrag sofort. Das übernimmt das Kreditrisiko der BNPL-Anbieter, nicht der Händler1.
Die Zahlen sprechen für sich: BNPL steigert den durchschnittlichen Warenkorbwert (AOV) um 20 bis 60 % und die Conversion-Rate um 20 bis 30 %1. Händlergebühren liegen im Schnitt bei 4 bis 6 % pro Transaktion — deutlich über klassischen Kreditkartengebühren, aber für viele Unternehmen lohnt sich der Aufpreis durch die höheren Umsätze6.
Die Wahl des richtigen Anbieters hängt vom bestehenden Tech-Stack, dem Warenwert und der Zielgruppe ab. Wir haben vier Anbieter für die typischsten Anwendungsfälle getestet und verglichen.
PayPal Pay Later ist automatisch in jedes PayPal-Händlerkonto integriert. Wer bereits PayPal akzeptiert, muss nichts zusätzlich einrichten — die Ratenoption erscheint automatisch im Checkout1.
Gebühren: 1,9 bis 3,49 % + 49 ¢ pro Transaktion1. Das ist im Vergleich zu den meisten BNPL-Anbietern die günstigste Option, insbesondere für kleinere Transaktionen. TechRepublic nennt eine leicht abweichende Gebühr von 4,99 % + 49 ¢, was auf höhere Transaktionsbeträge oder bestimmte Regionen zurückzuführen sein kann2.
Reichweite: Über 400 Millionen aktive PayPal-Nutzer weltweit2. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Kunden hat bereits ein PayPal-Konto und muss beim Checkout keine neuen Daten eingeben — ein direkter Conversion-Vorteil.
Für wen: Kleine Unternehmen, die bereits PayPal nutzen und BNPL ohne zusätzliche Integration einführen wollen. Ideal für Händler, die keinen komplexen Tech-Stack betreiben und eine schnelle, vertraute Lösung brauchen.
> Transparenz-Hinweis: Wenn Sie über unsere Links zu einem Anbieter wechseln, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Das beeinflusst nicht unsere Bewertung.
Shop Pay Installments wird von Affirm betrieben und ist nativ in Shopify integriert5. Wer einen Shopify-Shop betreibt, aktiviert BNPL mit wenigen Klicks — keine separate API-Integration nötig.
Gebühren: 5 bis 6 % Merchant Fee pro Transaktion5. Bestellungen zwischen 50 $ und 999 $ erhalten vier zinsfreie Raten; Bestellungen zwischen 150 $ und 17.500 $ werden in monatliche Raten mit 10 bis 36 % APR aufgeteilt5.
Auszahlung: Händler erhalten den vollen Betrag innerhalb von 1 bis 3 Werktagen5.
Conversion-Vorteil: Shop Pay erreicht eine 1,72-fach höhere Checkout-Completion-Rate im Vergleich zum Gast-Checkout5. Das ist einer der stärksten messbaren Effekte aller BNPL-Lösungen.
Für wen: E-Commerce-Händler auf Shopify. Wer ohnehin Shopify nutzt, bekommt hier die beste BNPL-Integration ohne zusätzlichen Aufwand. Für Omnichannel-Händler mit physischen Standorten ergänzt Shopify POS die Online-Funktion nahtlos.
Stripe geht einen anderen Weg: Statt einen einzelnen BNPL-Anbieter zu bündeln, bietet Stripe über eine einzige API Zugriff auf Affirm, Afterpay/Clearpay, Klarna, Zip, Alma, Billie, Sunbit und weitere4.
Dynamische Zahlungsanzeigen: Stripe zeigt automatisch die relevanteste BNPL-Option basierend auf Standort, Warenkorbwert und Währung des Kunden an4. Das bedeutet: Ein Kunde in Deutschland sieht Klarna, ein Kunde in den USA sieht Affirm — ohne manuelle Konfiguration.
Transaktionslimits: Affirm deckt 50 $ bis 30.000 $, Afterpay 1 $ bis 4.000 $, Klarna ist in 21 Ländern verfügbar, Zip deckt 35 $ bis 1.500 $ ab4.
Für wen: Entwickler und technische Teams, die maximale Flexibilität brauchen. Wer eine eigene Plattform betreibt, mehrere Märkte bedient oder BNPL-Optionen dynamisch steuern will, findet in Stripe die mächtigste Lösung. Der Preis dafür ist ein höherer Integrationsaufwand als bei PayPal oder Shopify.
Afterpay ist vorintegriert in Square POS, was Square zur einfachsten Lösung für Händler macht, die sowohl online als auch im Geschäft verkaufen2.
Gebühren: 6 % + 30 ¢ pro Transaktion in Kombination mit Square2. Das ist am oberen Ende der BNPL-Gebühren, aber die nahtlose Integration in das bestehende Square-Ökosystem rechtfertigt den Aufpreis für viele Händler.
Zielgruppe: Afterpay ist besonders stark bei Gen-Z- und Millennial-Kunden1. Für Händler, die eine jüngere Zielgruppe bedienen — etwa in der Mode, bei Beauty-Produkten oder in der Gastronomie — ist Afterpay über Square eine direkte Verbindung zu dieser Demografie.
Für wen: Omnichannel-Händler, die bereits Square für POS, Online-Bestellungen oder Restaurant-Management nutzen. Die Integration von Afterpay in Square POS funktioniert ohne zusätzliche API-Aufrufe oder Drittanbieter-Verträge.
| Dimension | PayPal | Shopify POS | Stripe | Square |
|---|---|---|---|---|
| Merchant Fee | 1,9–3,49 % + 49 ¢ | 5–6 % | Variabel (je nach BNPL-Anbieter) | 6 % + 30 ¢ |
| Auszahlung | Sofort bis 1 Tag | 1–3 Tage | 1–5 Tage (je nach Anbieter) | 1–2 Tage |
| Sales Channels | Online | Online + In-Store | Online | Online + In-Store |
| BNPL-Partner | Eigen (Pay Later) | Affirm | Affirm, Afterpay, Klarna, Zip u. a. | Afterpay |
| Kunden-APR | 0 % (Pay-in-4) | 0–36 % | 0–36 % (je nach Anbieter) | 0 % (Pay-in-4) |
| Setup-Aufwand | Keiner (automatisch) | Minimal (nativ) | Mittel (API) | Minimal (nativ) |
Unsere Empfehlungen basieren auf öffentlich verfügbaren Dokumentationen, Gebührenstrukturen und Branchenberichten1. Wir haben jeden Anbieter nach drei Kriterien bewertet:
BNPL ist kein Selbstzweck — es lohnt sich nur, wenn die Gebühren durch höhere Conversion und höheren Warenkorbwert überkompensiert werden. Die durchschnittlichen Händlergebühren von 4 bis 6 % sind deutlich höher als klassische Kreditkartengebühren6. Rechnen Sie vorher durch, ob die zu erwartenden Umsatzsteigerungen diese Kosten decken.
Die Wahl des richtigen BNPL-Anbieters hängt weniger vom Anbieter selbst ab als vom bestehenden Stack. Wer PayPal nutzt, aktiviert Pay Later kostenlos. Wer auf Shopify setzt, bekommt mit Shop Pay Installments die beste E-Commerce-Integration. Entwickler mit eigenem Tech-Stack greifen zu Stripe. Und wer bereits Square nutzt, bekommt Afterpay ohne zusätzlichen Aufwand.
Die Dinge, die sich wirklich lohnen — das gilt auch für BNPL: Nur weil es verfügbar ist, muss es nicht für jedes Unternehmen sinnvoll sein. Aber wenn Conversion und Warenkorbwert steigen, während das Kreditrisiko beim Anbieter liegt, ist BNPL eines der effektivsten Werkzeuge im modernen Checkout.
| Pick | Preis | Merchant Fee | Auszahlung | Sales Channels | |
|---|---|---|---|---|---|
PayPal for Business ▶ Pick | — | 1,9–3,49 % + 49 ¢ | Sofort bis 1 Tag | Online | Preis prüfen ↗ |
Shopify POS best für e-commerce | — | 5–6 % | 1–3 Tage | Online + In-Store | Preis prüfen ↗ |
Stripe best für entwickler & flexible integration | — | Variabel (je nach Anbieter) | 1–5 Tage | Online | Preis prüfen ↗ |
Square for Restaurants best für omnichannel mit afterpay | — | 6 % + 30 ¢ | 1–2 Tage | Online + In-Store | Preis prüfen ↗ |
Shopify Payments best für reine online-händler auf shopify | — | 5–6 % (inkl. Shop Pay) | 1–3 Tage | Online | Preis prüfen ↗ |
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