Elasticsearch-Cluster kosten schnell $600/Monat. Wir vergleichen vier Alternativen — von Grafana Loki bis Better Stack — die effizientes Log-Management unter $100/Monat ermöglichen und Speicherkosten um bis zu 90 % senken.
Metadaten-Indexierung statt Volltextindex hält Speicherkosten minimal. Self-hosted gratis (AGPL v3); Grafana Cloud Free-Tier mit 50 GB Logs/Monat. Ideal für Kubernetes- und Grafana-Teams.
Kombiniert Logs, Traces und Metrics auf ClickHouse-Basis. Self-hosted gratis (MIT), Cloud ab $49/Monat. OpenTelemetry-native Korrelation. Startup-Programm: $19/Monat.
Kombiniert Uptime-Monitoring und Log-Management mit Free-to-Paid-Modell. Ideal für kleine Teams, die Logs + Alerting ohne Betriebsaufwand suchen.
Elasticsearch und der ELK-Stack gehören zu den mächtigsten Log-Management-Lösungen — aber diese Macht hat ihren Preis. Ein produktiver OpenSearch-Cluster auf AWS kostet schnell $600 pro Monat, und die Serverless-Variante treibt die Kosten auf mindestens $700/Monat2. Selbst ein minimaler t3.small.search-Knoten schlägt mit $25/Monat zu Buche2. Für kleine Teams und Startups mit einem Budget unter $100/Monat ist das kaum tragbar.
Das Problem liegt in der Architektur: Elasticsearch indiziert jeden Log-Eintrag volltext, wodurch Speicher- und Rechenressourcen exponentiell mit dem Datenvolumen wachsen. Moderne Alternativen setzen stattdessen auf Metadaten-Indexierung, spaltenförmige Speicherung oder günstigen Objektspeicher — und senken die Kosten dabei um 60 bis 90 %6.
Wir haben vier Alternativen verglichen, die Log-Management unter $100/Monat ermöglichen — von Open-Source-Self-Hosting bis zu verwaltetem SaaS.
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Grafana Loki geht einen fundamental anderen Weg als Elasticsearch: Statt jedes Wort zu indizieren, indiziert es nur Metadaten (Labels) und speichert die eigentlichen Log-Daten komprimiert in günstigem Objektspeicher. Das macht die Speicherung drastisch günstiger, bei ausreichender Suchleistung für die meisten Use-Cases1.
Self-hosted ist Loki unter der AGPL v3 kostenlos. Wer den Betriebsaufwand scheut, nutzt Grafana Cloud: Der Free-Tier umfasst 50 GB Logs pro Monat bei 14-tägiger Retention — für $01. Der Pro-Plan kostet $19/Monat Plattformgebühr plus nutzungsabhängige Preise ($0,40/GB Log-Write, $0,05/GB Processing, $0,10/GB monatliche Retention)5.
Loki ist besonders attraktiv für Teams, die bereits Grafana für Dashboards oder Kubernetes-Umgebungen betreiben — die Integration ist nahtlos.
SigNoz kombiniert Logs, Traces und Metrics in einer einzigen Plattform und nutzt ClickHouse als spaltenförmige Datenbank1. Das bedeutet: Sie können Logs direkt mit Traces korrelieren, ohne zwischen Tools zu springen. SigNoz ist durchgängig OpenTelemetry-native1.
Die Community Edition ist self-hosted und kostenlos (MIT-Lizenz)3. Der Teams Cloud-Plan startet bei $49/Monat und beinhaltet etwa 163 GB Logs/Traces (Logs $0,30/GB, Traces $0,30/GB, Metrics $0,10/Million Samples)3. Für Startups gibt es ein Programm mit 50 % Rabatt — $19/Monat statt $493.
Better Stack kombiniert Uptime-Monitoring und Log-Management in einem Tool7. Es richtet sich an kleine Teams, die Logs und Alerting ohne den Betriebsaufwand einer Self-Hosting-Lösung suchen. Das Free-to-Paid-Modell ermöglicht einen einfachen Einstieg ohne Vorab-Investition.
Die Einrichtung gilt als besonders unkompliziert — ideal für Teams, die schnell produktiv werden wollen und keine dedizierte DevOps-Ressource für Log-Infrastruktur haben.
Datadog ist der Branchenstandard für Observability und korreliert Logs nahtlos mit Metrics und Traces. Für die meisten kleinen Teams liegt Datadog jedoch deutlich über dem $100/Monat-Budget — die Kosten skalieren schnell mit Datenvolumen und Anzahl der Hosts. Wir führen es hier als Vergleichsbasis auf, nicht als Empfehlung für Budget-bewusste Teams.
OpenObserve positioniert sich als direkter Drop-in-Ersatz für ELK und verspricht bis zu 140× niedrigere Speicherkosten als Datadog oder Splunk. Self-hosted ist die Enterprise-Version kostenlos bis 50 GB Ingestion pro Tag — inklusive SSO, RBAC, Federated Search und Audit Trail4. Die Cloud-Variante kostet $0,30/GB ingestierte Daten4. Für Teams, die von ELK migrieren wollen, ohne Abstriche bei Enterprise-Features zu machen, ist OpenObserve eine ernsthafte Option.
Quickwit ist die Extreme-Budget-Option: Eine Lambda-basierte Setup kann etwa eine Milliarde Dokumente pro Monat für unter $7 ingestieren2. Das erfordert allerdings mehr Konfigurationsaufwand und eignet sich eher für Teams mit starkem Cloud-Engineering-Hintergrund.
Für Teams unter $100/Monat gibt es keine Einheitslösung — die Wahl hängt von Ihrer Architektur ab:
Alle diese Alternativen nutzen Architekturansätze — Metadaten-Indexierung, spaltenförmige Speicherung, Objektspeicher — die ELK-Speicher- und Betriebskosten drastisch senken, bei ausreichender Suchleistung für die meisten Use-Cases6. Die Dinge, die sich wirklich zu kaufen lohnen sind nicht immer die teuersten.
| Pick | Preis | Hosting | Einstiegspreis | Speicherarchitektur | |
|---|---|---|---|---|---|
Grafana Cloud ▶ Pick | — | Self-hosted & Cloud | $0 (Free-Tier) | Metadaten-Index, Objektspeicher | Preis prüfen ↗ |
SigNoz unified observability | — | Self-hosted & Cloud | $0 (MIT) / $49 Cloud | ClickHouse, spaltenförmig | Preis prüfen ↗ |
Better Stack einfachste einrichtung | — | Cloud (SaaS) | Free-to-Paid | Cloud-native SaaS | Preis prüfen ↗ |
Datadog Log Management vergleichsbasis | — | Cloud (SaaS) | >$100/Monat | Proprietär, Cloud | Preis prüfen ↗ |
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