Startups brauchen sichere Authentifizierung, ohne ein Vermögen auszugeben. Wir vergleichen fünf Authentication-as-a-Service-Tools, die für unter $100/Monat verfügbar sind — von verwaltetem Cloud-IDP bis zu Open-Source-Self-Hosting. Vier davon sind komplett kostenlos.
Cloud-nativer IDP mit großzügigem Free-Tier, Multi-Tenancy, WebAuthn/FIDO2 und gRPC-APIs. Verwalteter Service ohne Vendor-Lock-in — ideal für Startups unter $100/Monat.
Enterprise-grade IAM mit OIDC/SAML, LDAP, SSO und MFA. Kostenlos und Open-Source — perfekt für Startups, die Self-Hosting bevorzugen und volle Kontrolle wollen.
Kostenloser self-hosted IDP mit anpassbaren Auth-Flows, MFA, SSO und Proxy-Modus. Mehr Flexibilität als Keycloak bei einfacherer Einrichtung.
Authentifizierung selbst zu bauen, ist einer der häufigsten — und gefährlichsten — Fehler, die junge Teams machen. Passwörter sicher speichern, Sessions verwalten, MFA implementieren, OAuth-Flows verstehen: Das alles kostet Wochen Entwicklungszeit und birgt erhebliche Sicherheitsrisiken. Authentication-as-a-Service (AaaS) nimmt diesen Aufwand ab, sodass sich das Team auf das eigentliche Produkt konzentrieren kann.
Doch viele kommerzielle Anbieter wie Auth0 oder Okta werden schnell teuer, sobald die Nutzerzahlen wachsen. Für Startups mit begrenztem Budget sind die Kosten oft ein Hindernis. Die gute Nachricht: Es gibt eine wachsende Auswahl an Tools, die für unter $100 pro Monat verfügbar sind — vier davon sogar kostenlos. Wir haben fünf Lösungen verglichen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: verwaltete Cloud-Services, Self-Hosting mit voller Kontrolle und Plattform-Integration.
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| Rang | Tool | Preis | Hosting | Protokolle |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ZITADEL | Free-Tier verfügbar | Cloud (verwaltet) | OIDC, SAML, WebAuthn/FIDO2 |
| 2 | Keycloak | Kostenlos | Self-Hosted | OIDC, SAML, LDAP |
| 3 | Authentik | Kostenlos | Self-Hosted | OIDC, SAML |
| 4 | Authelia | Kostenlos | Self-Hosted | Reverse-Proxy-SSO |
| 5 | Supabase Auth | Free-Tier verfügbar | Cloud (verwaltet) | OAuth, Magic Link, SAML |
ZITADEL ist ein cloud-nativer Identity Provider, der Multi-Tenancy, Event-Sourcing und moderne Authentifizierungsstandards wie WebAuthn/FIDO2 von Haus aus mitbringt1. Für Startups ist das der sweet spot: Sie bekommen einen verwalteten Service ohne Vendor-Lock-in, da ZITADEL Open Source ist und auch selbst gehostet werden kann.
Der großzügige Free-Tier macht ZITADEL für junge Teams attraktiv, die nicht sofort in teure IAM-Pläne investieren wollen. Die gRPC-APIs ermöglichen tiefe Integration in bestehende Infrastrukturen, und die event-basierte Architektur liefert vollständige Audit-Logs — ein Feature, das sonst oft nur in Enterprise-Tier verfügbar ist1.
Warum Rang 1? ZITADEL bietet die beste Balance aus verwaltetem Service, Preis und Funktionsumfang. Wer Auth out-of-the-box haben will, ohne die Kontrolle abzugeben, kommt an ZITADEL kaum vorbei.
Keycloak ist der Goldstandard der Open-Source-IAM-Welt. Die Java-basierte Plattform bietet Enterprise-grade Features: SSO, robuste MFA, LDAP/Active-Directory-Föderation und volle OIDC/SAML-Unterstützung2. Dass es kostenlos ist, macht es zur ersten Wahl für Teams, die Self-Hosting bevorzugen.
Der Preis für diese Mächtigkeit ist der Betriebsaufwand: Keycloak muss selbst gehostet und gewartet werden. Für Startups ohne DevOps-Erfahrung kann das eine Hürde sein. Wer jedoch bereits eine Kubernetes- oder Docker-Infrastruktur betreibt, bekommt mit Keycloak ein IAM-System, das mit kommerziellen Lösungen mithalten kann.
Warum Rang 2? Keycloak ist funktional die vollständigste Lösung in dieser Liste. Der Self-Hosting-Aufwand kostet es jedoch den ersten Platz — nicht jedes Startup hat die Ressourcen, einen Java-Application-Server produktiv zu betreiben.
Authentik positioniert sich als flexible self-hosted Alternative zwischen Keycloak's Komplexität und Authelia's Minimalismus. Der IDP bietet anpassbare Authentifizierungs-Flows, MFA, SSO und einen Proxy-Modus, der Authentifizierung auch vor Legacy-Anwendungen erzwingen kann3.
Besonders die visuell konfigurierbaren Flows sind ein Pluspunkt: Statt komplexe XML-Konfigurationen zu schreiben, lassen sich Authentifizierungsabläufe in einem grafischen Editor zusammenstellen. Das senkt die Einstiegshürde im Vergleich zu Keycloak deutlich.
Warum Rang 3? Authentik trifft einen sweet spot für Teams, die mehr Anpassungsfähigkeit wollen, als Authelia bietet, aber weniger Betriebsaufwand scheuen möchten als bei Keycloak. Die OIDC/SAML-Unterstützung deckt die meisten gängigen Integrationsszenarien ab3.
Authelia ist die leichtgewichtigste Option in dieser Liste. Der Open-Source-Authentifizierungsserver bietet 2FA und SSO für Webanwendungen über einen Reverse Proxy4. Mit WebAuthn-Support und OTP-basierter MFA deckt es die modernsten Authentifizierungsmethoden ab, bleibt dabei aber ressourcenschonend.
Authelia ist bewusst minimalistisch: Es gibt keine komplexen Tenant-Strukturen oder Event-Sourcing-Audit-Logs. Dafür ist die Einrichtung schnell erledigt, und der Ressourcenverbrauch ist so gering, dass Authelia selbst auf einem Raspberry Pi läuft.
Warum Rang 4? Für Startups mit einfachen Auth-Anforderungen — etwa SSO für ein internes Dashboard oder 2FA für eine kleine Web-App — ist Authelia die schnellste und ressourcenschonendste Lösung. Wer jedoch Multi-Tenancy oder komplexe Auth-Flows braucht, wird an Authelias Grenzen stoßen4.
Supabase geht einen anderen Weg: Authentifizierung ist hier kein isoliertes Produkt, sondern Teil einer größeren Backend-Plattform mit PostgreSQL, Edge Functions und Storage. Die Edge Functions laufen auf Deno und integrieren sich tief mit Supabases Datenbank- und Auth-Services5.
Der Free-Tier macht Supabase Auth für Startups attraktiv, die ohnehin Supabase als Backend nutzen. OAuth-Provider, Magic Links, SAML-SSO und Row-Level-Security sind direkt in die PostgreSQL-Datenbank integriert — ein Konzept, das besonders für Teams elegant ist, die ohnehin datenbankgetrieben arbeiten.
Warum Rang 5? Supabase Auth ist eine hervorragende Wahl, wenn man bereits im Supabase-Ökosystem unterwegs ist. Als eigenständige Auth-Lösung für beliebige Backends ist es jedoch weniger flexibel als die spezialisierten IDPs weiter oben in dieser Liste5.
Die Wahl des richtigen AaaS-Tools hängt von der Infrastruktur und den Anforderungen Ihres Startups ab:
Alle fünf Optionen sind für unter $100 pro Monat verfügbar — vier davon kostenlos. Das bedeutet: Die Entscheidung ist keine Frage des Budgets, sondern der Architektur und des Teams.
| Pick | Preis | Preis | Hosting | Protokolle | |
|---|---|---|---|---|---|
ZITADEL ▶ Pick | — | Free-Tier verfügbar | Cloud (verwaltet) | OIDC, SAML, WebAuthn | Preis prüfen ↗ |
Keycloak mächtigste open-source-iam | — | Kostenlos | Self-Hosted | OIDC, SAML, LDAP | Preis prüfen ↗ |
Authentik flexibel und anpassbar | — | Kostenlos | Self-Hosted | OIDC, SAML | Preis prüfen ↗ |
Authelia minimalistisch und leichtgewichtig | — | Kostenlos | Self-Hosted | Reverse-Proxy-SSO | Preis prüfen ↗ |
Supabase Edge Functions best im supabase-ökosystem | — | Free-Tier verfügbar | Cloud (verwaltet) | OAuth, Magic Link, SAML | Preis prüfen ↗ |
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