Staking ist 2026 einer der zugänglichsten Wege, mit Krypto passives Einkommen zu erzielen. ETH bringt 3–5% APY, SOL 6–8%, ATOM bis zu 20%. Wir vergleichen fünf Plattformen – von Lido über Coinbase bis EigenLayer – nach Sicherheit, Gebühren, Custody-Modell und Flexibilität. Die Erkenntnis: Die höchste Headline-APY ist selten die beste Wahl.
Lido ist der führende Liquid-Staking-Anbieter: stETH bleibt in DeFi nutzbar, kein ETH-Minimum, ~3,5% APY, 10% Gebühr. Ideal für DeFi-affine Nutzer, die Liquidität und Rewards kombinieren wollen.
Coinbase Staking ist bestens für Anfänger geeignet: One-Click-Staking, SOC-2-auditiert, Slashing-Schutz, reguliert. Höhere Kommission (25–35%), aber maximale Einfachheit und Sicherheit.
Rocket Pool bietet dezentrales ETH-Staking mit nur 0,01 ETH Minimum, non-custodial, rETH als Liquid-Token. Beste Wahl für Dezentralisierungs-Puristen, die Selbstverwahrung wollen.
Staking ist einer der zugänglichsten Wege, mit Kryptowährungen passives Einkommen zu erzielen – ohne Mining-Hardware, ohne ständige Marktbeobachtung. Die Renditen sind dabei keineswegs vernachlässigbar: Ethereum (ETH) bringt typischerweise 3–5% APY, Solana (SOL) 6–8%, und Cosmos (ATOM) kann bis zu 20% erreichen.14 Wer breiter streut, findet auch bei Cardano 4–5% jährlich oder bei Avalanche solide Netzwerk-Rewards.5
Doch die Wahl der richtigen Plattform entscheidet darüber, wie viel von dieser Rendite am Ende tatsächlich auf deinem Konto landet. Die Headline-APY ist nur der Anfang – abgezogen werden Provider-Kommissionen, Validator-Gebühren und gegebenenfalls Lock-up-Kosten. Das Netto-Ergebnis kann deutlich niedriger ausfallen.3 Wir haben fünf Plattformen getestet und verglichen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: vom DeFi-affinen Power-User bis zum Krypto-Neuling.
> Die Dinge, die sich wirklich zum Staken lohnen – nicht die mit der höchsten Zahl auf dem Werbebanner, sondern die mit dem besten Verhältnis aus Sicherheit, Netto-Rendite und Flexibilität.
| Plattform | ETH-APY | Gebühren | Custody | Mindesteinsatz |
|---|---|---|---|---|
| Lido | ~3,5% | 10% der Rewards | Non-custodial (Smart Contract) | Kein Minimum |
| Coinbase | ~3,0% | 25–35% Kommission | Custodial (reguliert) | Kein Minimum |
| Rocket Pool | ~3,5% | 5–20% | Non-custodial | 0,01 ETH |
| Kraken | ~3,5–4% | Produktabhängig | Custodial | Variabel |
| EigenLayer | Variabel (Restaking) | AVS-abhängig | Non-custodial (Smart Contract) | Kein Minimum |
Wichtig: Die Netto-APY nach Gebühren ist der entscheidende Wert, nicht die Brutto-APY.3 Eine Plattform mit 4% Brutto-APY und 35% Kommission liefert weniger als eine mit 3,5% APY und 10% Gebühr.
Lido ist der führende Liquid-Staking-Anbieter und unser Standard-Pick für alle, die ETH staken wollen, ohne auf Liquidität zu verzichten. Beim Staking über Lido erhältst du stETH (staked ETH) als repräsentativen Token, der in der gesamten DeFi-Landschaft weiterverwendet werden kann – für Kredite, Yield-Farming oder als Handelssicherheit.6 Es gibt kein ETH-Minimum, die Gebühr beträgt 10% der Rewards, und die ETH-APY liegt bei etwa 3,5%.1
Lido gilt als stärkster Standard für Liquid Staking, wenn es um Komfort und DeFi-Nutzbarkeit geht.7 Der Kompromiss: Lido ist nicht die beste Wahl für Nutzer, denen maximale Dezentralisierung wichtig ist – das Protokoll konzentriert einen erheblichen Anteil des gestakten ETH bei wenigen Node-Operatoren.7
Für wen: DeFi-affine Nutzer, die Liquidität und Rewards kombinieren wollen und sich keine Sorgen um ein Mindesteinsatz machen.
Coinbase bietet das einfachste Staking-Erlebnis auf dem Markt: One-Click-Staking direkt aus der App, ohne technische Kenntnisse. Die Plattform ist reguliert, SOC-2-auditiert und bietet Slashing-Schutz – das bedeutet, dass Coinbase das Risiko eines Validator-Fehlers trägt, nicht der Nutzer.13 Die ETH-APY liegt bei etwa 3,0%, und die Kommission beträgt 25–35% je nach Asset.13
Die höhere Kommission ist der Preis für die Einfachheit: Coinbase übernimmt die gesamte technische Komplexität und einen Teil des Risikos. Das macht die Plattform zur besten Wahl für Einsteiger, die Krypto halten und staken wollen, ohne sich mit Wallets, Smart Contracts oder Validator-Auswahl zu beschäftigen.
Für wen: Krypto-Neulinge und Nutzer, die maximale Einfachheit und regulatorische Absicherung schätzen.
Rocket Pool ist die Wahl für Dezentralisierungs-Puristen. Das Protokoll ist non-custodial – das bedeutet, dass du die Kontrolle über deine Assets behältst. Das Mindesteinsatz beträgt nur 0,01 ETH, und du erhältst rETH als Liquid-Token, ähnlich wie stETH bei Lido.1 Die Gebührenstruktur ist mit 5–20% moderat, und die ETH-APY liegt bei etwa 3,5%.1
Im Gegensatz zu Lido ist Rocket Pool von Grund auf für Dezentralisierung konstruiert: Jeder kann einen Node betreiben, und die Verteilung der Validatoren ist breiter. Das macht das Protokoll widerstandsfähiger gegen Zentralisierungsrisiken, erfordert aber ein etwas höheres technisches Verständnis.
Für wen: Nutzer, die Selbstverwahrung und Dezentralisierung über Bequemlichkeit stellen und bereit sind, sich etwas tiefer einzuarbeiten.
Kraken überzeugt mit flexiblen Staking-Optionen: Bei bestimmten Assets gibt es kein Lock-up, sodass du jederzeit an deine Assets kommst. Zusätzlich bietet Kraken auch gebundene (bonded) Optionen mit potenziell höherer Rendite an.3 Die ETH-APY liegt bei etwa 3,5–4%, und die Gebühren sind produktabhängig.3
Sicherheitstechnisch punktet Kraken mit 97% Cold Storage und Proof of Reserves – das bedeutet, dass die Plattform regelmäßig nachweist, dass sie die von Nutzern hinterlegten Assets tatsächlich hält.3 Für erfahrene Nutzer, die zwischen verschiedenen Staking-Strategien wechseln wollen, ist Kraken eine solide Wahl.
Für wen: Erfahrene Nutzer, die Flexibilität zwischen verschiedenen Staking-Modellen und Assets schätzen.
EigenLayer hat das Restaking-Konzept populär gemacht: Gestaktes ETH wird zusätzlich genutzt, um andere Netzwerk-Services (Actively Validated Services, AVS) zu sichern. Dadurch kann der Yield über die Basis-Staking-Rendite hinaus steigen.1 Das Protokoll ist non-custodial und erfordert kein Mindesteinsatz.
Der Clou: Restaking erhöht nicht nur die Rendite, sondern auch das Risiko. Wenn ein AVS, den du mitgesichert hast, fehlerhaft arbeitet, kann es zum Slashing kommen – also zum Verlust eines Teils deines gestakten ETH. EigenLayer ist daher nichts für Anfänger, sondern für Nutzer, die das Risiko-Rendite-Profil bewusst erhöhen wollen.
Für wen: Fortgeschrittene Nutzer, die höhere Yields anstreben und die zusätzlichen Risiken des Restaking verstehen.
Unsere Bewertung basiert auf vier gewichteten Kriterien:
Staking ist nicht risikofrei. Folgende Risiken gelten grundsätzlich:
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| Pick | Preis | ETH-APY | Gebühren | Custody | |
|---|---|---|---|---|---|
Lido ▶ Pick | — | ~3,5% | 10% der Rewards | Non-custodial (Smart Contract) | Preis prüfen ↗ |
Coinbase Staking bester einstieg für anfänger | — | ~3,0% | 25–35% Kommission | Custodial (reguliert) | Preis prüfen ↗ |
Rocket Pool bester dezentraler eth-staking-ansatz | — | ~3,5% | 5–20% | Non-custodial | Preis prüfen ↗ |
Kraken Staking bester für flexibilität | — | ~3,5–4% | Produktabhängig | Custodial | Preis prüfen ↗ |
EigenLayer für fortgeschrittenen yield | — | Variabel (Restaking) | AVS-abhängig | Non-custodial (Smart Contract) | Preis prüfen ↗ |
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